Ein europäischer Vorsprung:

KNOW-HOW

Knowhow – ein europäischer Vorsprung

Die europäische Gesellschaft ist eine Wissensgesellschaft. Der freie Austausch von Gedanken und der Wettbewerb um die besten Ideen haben bei uns Tradition. Die Universität in Bologna wurde 1088 gegründet, die in Paris um 1160, Oxford im Jahr 1167 und Cambridge 1209. Schon immer war es üblich, dass sich die besten Wissenschaftler und die wissbegierigsten Studenten über Landesgrenzen hinweg austauschen, gemeinsam forschen und voneinander lernen.

Im Ausland lernt man über den Studienplan hinaus

Dieser wissenschaftliche Austausch prägt unser Zusammenleben in Europa. Denn wer ein oder mehrere Semester im Ausland verbringt, lernt mehr als die Inhalte aus seinem Studienplan. Ein Studium oder eine Weiterbildung in einem anderen Land baut Vorurteile ab, hilft bei der Verständigung und schafft Vertrauen in andere Nationalitäten. Davon profitieren auch die Wirtschaft und der Maschinenbau. In einer globalisierten Welt ist es wichtiger denn je, dass sich Mitarbeiter international verständigen können, Sprachen sprechen und wissen, wie man auf Menschen anderer Kulturen eingeht. Ein gemeinsamer Arbeitsmarkt in Europa kann nur dann funktionieren, wenn ihm ein gemeinsamer Bildungsraum gegenübersteht.

Wissen erweitert den Horizont

Europa ist die große Chance für junge – und ältere – Menschen, ihren Horizont durch neues Wissen zu erweitern. Einen Rahmen dafür gibt beispielsweise der Europäische Hochschulraum EHEA (European Higher Education Area), der 1999 ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile beteiligen sich 48 Nationen am EHEA, schaffen vergleichbare Strukturen in ihren Hochschulen und fordern damit den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden. Das Werkzeug dafür ist der Bolonga-Prozess: harmonisierte Abschlüsse und einheitliche Qualitätsstandards sollen Aus- und Weiterbildung vergleichbar machen und Studenten den Wechsel ihrer Hochschule im gesamten EHEA ermöglichen. Doch Bildung bedeutet auch regionale Unterschiede und Bologna ist daher bewusst ein Prozess. Denn ein echter europäischer Hochschulraum ist noch lange kein gelebter Alltag – aber ein Ideal.

Knowhow macht den Unterschied

Für Europa und nicht zuletzt für die europäische Industrie ist es wichtig, diesen Weg der Zusammenarbeit weiterzugehen. Wenn europäische Unternehmen heute führend sind trotz der Konkurrenz aus Asien oder Nordamerika, dann wegen ihrer Ideen und ihres Knowhows. Wir müssen auch in Zukunft überlegen, wie wir in Europa unsere Erfahrungen am besten zusammentragen und voneinander lernen können. Dabei stehen nicht nur Ausbildung und Studium im Fokus, sondern immer mehr auch Weiterbildung und lebenslanges Lernen. Dabei dürfen wir uns auch in Zukunft nicht durch Landesgrenzen beschränken lassen – denn Wissen ist die Grundlage für unseren Wohlstand in Europa.

Studierende im EHEA:
37 Mio.