Eine europäische Aufgabe

Klima

Eine europäische Aufgabe – Klima

Der blaue Planet erwärmt sich – und seriöse Wissenschaftler haben längst keinen Zweifel mehr, dass wir Menschen mit unserem Tun daran einen maßgeblichen Anteil haben. Je mehr fossile Energieträger wie Kohle und Öl verbrannt werden, je intensiver die Böden bewirtschaftet werden, je größer Deponien angelegt werden und je mehr CO2 dadurch in die Atmosphäre gelangt, desto mehr „schwitzt“ die Erde. Einige der Folgen sind schon klar: Die Meere erwärmen sich, das Eis in der Antarktis und am Nordpol schmilzt, Stürme und andere heftige Unwetter werden häufiger und kommen in Gegenden vor, die bislang davon verschont waren.

Alleingänge haben wenig Sinn

Im Dezember 2015 haben sich die Staaten dieser Erde deshalb in einem einzigartigen Umweltgipfel in Paris (COP21) zusammengerauft, um ganz konkrete globale Klimaschutzziele zu beschließen. Die Emission der Treibhausgase soll so stark reduziert werden, dass die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit wieder auf weniger als zwei Grad Celsius begrenzt wird. Ein sehr ambitioniertes Ziel, für das sich besonders die EU und ihre Mitgliedsstaaten starkgemacht haben. Denn: Klimaschutz beginnt zwar bei jedermann in den eigenen vier Wänden, aber wirklich etwas erreichen lässt sich nur im Verbund. Alleingänge bringen wenig bis gar nichts! Europa ist in der Klimapolitik schon seit Langem ein Vorreiter und hat sich immer wieder ambitionierte Ziele gesetzt. Erfolge dieser Politik sind längst sichtbar: Heute steht die EU nur noch für neun Prozent der weltweiten Emissionen von Klimagasen – mit weiter sinkender Tendenz. Der Anteil Chinas liegt bei knapp einem Drittel, die USA kommen auf rund 15 Prozent. Europa ist also aus gutem Grund Schrittmacher im internationalen Klimaschutz.

Europa steht hinter dem Pariser Klimaabkommen

Aber auch immer mehr Staaten außerhalb Europas sehen inzwischen die Notwendigkeit des Klimaschutzes. Daher hatten bereits im Oktober 2016 genug Länder das Pariser Abkommen ratifiziert, um es in Kraft treten zu lassen. Die EU und eine ganze Reihe von EU-Mitgliedsstaaten – darunter auch Deutschland – zählten dazu, aber auch China, Indien und die USA gaben ihre Zustimmung. Umso gefährlicher ist es, dass ausgerechnet die größte Wirtschaftsmacht, die USA, unter ihrem Präsidenten Donald Trump das Pariser Klimaabkommen nun wieder unterminiert.

Technologien für Klimaschutz sind längst einsatzbereit

Denn Klimaschutz ist nicht nur gut für den Planeten – richtig gemacht und politisch solide flankiert schafft er auch neue Arbeitsplätze und bringt technologischen Fortschritt. Egal, ob es um den Verkehr von morgen geht, um die Ausstattung von Gebäuden oder um die Strom- und Wärmeerzeugung: Für alle wichtigen Bereiche unseres Lebens, in denen heute noch zu viel CO2 produziert wird, gibt es bereits erprobte klimafreundliche Technologien, mit denen Treibhausgasemissionen erfolgreich gesenkt werden können. Und gerade die europäischen Unternehmen sind führend darin, diese Technologien auf der ganzen Welt zum Einsatz zu bringen.

Bis zu 180 Milliarden €
des Budgets der Jahre 2014-2020 will die EU für Programme und Projekte rund um den Klimawandel einsetzen.