Eine europäische Eigenschaft:

Erfinder­geist

Europa ist die größte Fabrik für Wissen, Ideen und Innovationen weltweit – trotz aller Konkurrenz aus den USA und China: Rund ein Drittel der weltweiten Produktion an Know-how, innovativen Produkten und neuen Verfahren kommt von Forschern, Ingenieuren und Innovatoren aus der EU. Die Gründe: Neben Exzellenz in Forschung und Wirtschaft ist es vor allem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die die besten Köpfe und Ideen vereint und die Vielfalt Europas zum Vorteil werden lässt. Gut ist das nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern vor allem auch für die Lebensqualität der Menschen in Europa, die von den Fortschritten in Wissenschaft und Technik profitieren.

Gemeinsame Forschung – gemeinsamer Fortschritt

Ermöglicht und angestoßen wird diese Zusammenarbeit vor allem durch die europäischen Forschungsrahmenprogramme: Mit rund 80 Milliarden Euro ist das aktuelle Rahmenprogramm „Horizont 2020“ das größte seiner Art. In den ersten beiden Jahren förderte Horizont 2020 rund 37.000 Institute, Universitäten und Forscher aus ganz Europa, überwiegend in Form einer Projektzusammenarbeit. Ganz praktisch sieht das dann so aus, dass Menschen aus fünf bis acht Ländern, aus verschiedenen Organisationen und Disziplinen gemeinsam nach Lösungen suchen. Das ist nicht nur ein Stück gelebte europäische Integration, sondern auch genau die Form interdisziplinärer und internationaler Kooperation, wie sie komplexe und grenzüberschreitende Problemstellungen immer mehr erfordern.

Zusammenarbeit macht den Unterschied

Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist die EU-Forschung die oft einzige Chance, an grenzüberschreitenden Forschungskooperationen teilzunehmen. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um den Zugang zu Netzwerken, Wissen und Exportmärkten. Oft führen EU-Forschungsprojekte zu neuen Geschäftskontakten und langfristiger Zusammenarbeit. Ein Beispiel für eine solches Netzwerk ist die „Factories of the Future“-Initiative, aus der bislang rund 240 Projekte mit rund 2000 Teilnehmern, eine zweistellige Zahl an Spin-off-Ideen und viele nachhaltige Geschäfts- und Forschungskooperationen hervorgegangen sind.
In einer ihrer vielen Umfragen möchte die EU-Kommission wissen, welche Auswirkungen ein Wegfall der EU-Forschungsförderung haben würde. Konkret lautet die Antwort, dass es ohne EU-Forschungsprogramme für viele Forscher und Unternehmen kaum noch internationale Zusammenarbeit geben würde. Und auch keine Projekte für die rund 1000 Unternehmen, die bislang am Produktionsforschungsprogramm „Factories of the Future“ teilgenommen haben.


159.353 europäische Patentanmeldungen wurden 2016 beim Europäischen Patentamt angemeldet